Cyber Akademie Klausur 2020: Digitale Ermittlungen und Kriminalistik heute und morgen

Eine effektive und effiziente Bekämpfung der Kriminalität, die mit oder mit Unterstützung der Informations- und Kommunikationstechnik begangen wird, ist im Zeitalter einer digital vernetzten und sich fortschreitend vernetzenden Gesellschaft eine der wesentlichen Herausforderungen an die Strafverfolgungsbehörden. In keinem anderen Feld stellt die Innovationskraft der Täter und die rasante Entwicklung der Hard- und Software die Polizei, die Justiz, Zoll- und Steuerfahndung vor eine größere Problemstellung. Straftaten mit dem Tatmittel Internet / IT werden künftig die Regel sein.

Ermittlungen in allen Phänomenbereichen werden künftig nicht mehr ohne die Auswertung verschiedener digitaler Datenträger denkbar sein. Für eine erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung müssen die Strafverfolgungsbehörden über die anstehenden neuen Entwicklungen im IT- Bereich informiert sein. Einerseits, um künftiges Täterverhalten zu antizipieren, andererseits um die neuen technologischen Möglichkeiten für die eigene Ermittlungsarbeit zu analysieren bzw. zu nutzen. Der intensive Austausch mit Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht viele Chancen, bestehende oder zu erwartende Fähigkeitslücken zu vermeiden oder zu schließen.

Hauptziel der Klausur ist es, die teilnehmenden Angehörigen der Polizei, der Justiz, der Steuerfahndung und des Zollfahndungsdienstes im Bereich digitaler Ermittlungen gedanklich „vor die Lage“ kommen zu lassen, um besser auf die zukünftigen Entwicklungen reagieren zu können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Überblick über die derzeitigen und absehbaren Erscheinungsformen digitaler Kriminalität. Sie werden über die digitale Zukunft z.B. im Bereich der zunehmenden Datenvernetzung informiert. Die Teilnehmenden lernen neue kriminalistische/ technologische Ansätze z.B. im Bereich der Datenanalyse kennen, die für die digitale Forensik und für Auswertung/ Ermittlungen künftig von Relevanz sein können. Der betrachtete Zeithorizont soll sich auf die nächsten 2-3 Jahre konzentrieren. Außerdem wird bei der Veranstaltung ein Schwerpunkt auf den Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Behörden gelegt.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. In der Tagungsstätte sind die Corona-Abstandsregeln von mind. 1,50 m sowohl im Tagungsraum als auch bei den Mahlzeiten sichergestellt. Die Tagungsstätte verfügt über ein ständig aktualisiertes Infektionsschutzkonzept.

Fachliche Leitung und Moderation:

  • Dipl.-Ing. Dietrich Läpke, Cyber Akademie GmbH
  • KHK Christoph Lange, Landeskriminalamt Hessen

Seminarablauf

1. Tag, Montag, 12. Oktober 2020

bis 12:00 Uhr          Individuelle Anreise, Registrierung, Begrüßungskaffee,

12:00 Uhr                  Mittagessen

13:00 Uhr                  Begrüßung, Vorstellungsrunde, Einführung in die Veranstaltung

14:00 Uhr                  • Gefährdungslage IT-Sicherheit und aktuelles Lagebild Cybercrime

N.N. – Cyber Abwehrzentrum im BSI

 • Joint Cyber Crime Action Task Force (J-CAT) – Kein Staat kann Cybercrime alleine bekämpfen

Martin Lembke – BKA- Verbindungsbeamter bei EUROPOL – Den Haag

15:30 Uhr                  Kaffeepause

16:00 Uhr                  • Mobilgeräteforensik : Geschwindigkeit, Effizienz und Kontrolle verbessern                                                    durch Frontline Forensic

Ricardo Niederkofler – MSAB Stockholm

• 5 G und die Konsequenzen für die polizeilichen Ermittlungen – Einführung

Prof. Dr. Hartmut König, – Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITIS)

18:30 Uhr                 Abendessen


2. Tag, Dienstag, 13. Oktober 2020

08:00 Uhr                • 5 G und die Konsequenzen für die polizeilichen Ermittlungen – Fortsetzung : z.B.                                         Auswirkungen auf die Funkzellenauswertung

Christian Dressler – Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITIS)

• Geoinformationssysteme und Geoinformatik bei der Polizei – Chancen und Potentiale für Ermittlungen

Prof. Dr. Roman Povalej, Dirk Volkmann – Polizeiakademie Niedersachsen

10:00 Uhr                  Kaffeepause

10:30 Uhr                  • Wissensmanagement und Ermittlungen mit Geoinformationssystemen

Dominik Kumer – DISY Informationssysteme Karlsruhe

• Moderne Textanalyse und künstliche Intelligenz – rechtssichere Methoden zur Durchdringung umfangreichen Schriftgutes – am Beispiel der elektronischen Justizakte

Till Elborg -SINC Wiesbaden; Dieter Kesper – Deutscher EDV-Gerichtstag

12:30 Uhr                  Mittagspause

13:30 Uhr                  • Möglichkeiten und Grenzen der Car – Forensik

Conrad Meyer – Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITIS)

• Erfolgreiche digitale Ermittlungen:
Cyberbunker – Ermittlungen gegen einen Bulletproof-Hoster

Dr. Jörg Angerer – Generalstaatsanwaltschaft Koblenz; Tim Henkel – LKA Rheinland-Pfalz

15:30 Uhr                  Kaffeepause

16:00 Uhr                  • Open Source Intelligence – Neue Möglichkeiten z.B. für Wirtschaftsstrafverfahren

Dominik Kampmann – Moody`s Analytics Frankfurt

• Internet der Dinge – Lagebild IoT Malware und Ausblicke zur IoT Forensik

Prof. Dr. Christian Dietrich – Westfälische Hochschule Gelsenkirchen

• Ermittlungen 4.0 – Hat die Polizei bei der Bewältigung der Digitalisierung ein Strukturproblem?

Oliver Stock – Niedersächsisches Ministerium des Innern und für Sport

19:00 Uhr                 Abendessen


3. Tag, Mittwoch, 14. Oktober 2020

08:00 Uhr                • System Forensik – wie eine Hochschule und ein Forschungsinstitut für die Polizei                                      operative Ermittlungsunterstützung leisten können

Prof. Dr. Dirk Labudde – Hochschule Mittweida / Fraunhofer SIT Darmstadt

09:30 Uhr                Kaffeepause

10:00 Uhr                 • Wie Fraunhofer Institute die Ermittlungsarbeit der Polizei unterstützen können

Dr. Markus Müller – Fraunhofer IOSB, Karlsruhe

• Praxisbeispiel : Ermittlungsverfahren Ryuk – Kollaborative Bekämpfung einer internationalen Ransomware Kampagne in Zusammenarbeit mit der J-CAT, dem BSI, einer Hochschule und einem Fraunhofer Institut

Carsten Ehlert – Polizeidirektion Hannover

12:00 Uhr                  Mittagspause

13:00 Uhr                  Fortsetzung behördenintern

• Aktuelles aus dem LKA NRW

Hans-Josef Lemper – Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen

• Der Goldmünzen Prozess – Erfahrungen als Gutachter für die Staatsanwaltschaft

Prof. Dr. Dirk Labudde – Hochschule Mittweida

15:00 Uhr                  Kaffeepause

15:15 Uhr                   • Ermittlungsverfahren Geldautomaten Sprengungen

Daniel-André Rohr – LKA Hessen

• Aktuelles Malware Ermittlungsverfahren EMOTET

Andreas Kämpfer – BKA Abteilung Cybercrime

17:00 Uhr                  Verabschiedung

 

Hauptziel der Klausur ist es, die teilnehmenden Angehörigen der Polizei, der Justiz, der Steuerfahndung und des Zollfahndungsdienstes im Bereich digitaler Ermittlungen gedanklich „vor die Lage“ kommen zu lassen, um besser auf die zukünftigen Entwicklungen reagieren zu können.

Hauptziel der Klausur ist es, die teilnehmenden Angehörigen der Polizei, der Justiz, der Steuerfahndung und des Zollfahndungsdienstes im Bereich digitaler Ermittlungen gedanklich „vor die Lage“ kommen zu lassen, um besser auf die zukünftigen Entwicklungen reagieren zu können.

Hauptziel der Klausur ist es, die teilnehmenden Angehörigen der Polizei, der Justiz, der Steuerfahndung und des Zollfahndungsdienstes im Bereich digitaler Ermittlungen gedanklich „vor die Lage“ kommen zu lassen, um besser auf die zukünftigen Entwicklungen reagieren zu können.

Noch Fragen?

Details

12. Oktober 2020 12:00
14. Oktober 2020 17:00
Kranz Parkhotel
Siegburg
Mühlenstr. 32; 53721 Siegburg

Zielgruppe

Die Klausur ist eine Fortbildung und richtet sich an Experten, Dozenten und Führungskräfte der Kriminalpolizei sowie an Staatsanwälte, und Angehörige der Zoll- und Steuerfahndung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Veranstaltung ist auf 30 Teilnehmer/-innen beschränkt.