Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0
Neuerungen, Erweiterungen und Maßnahmen im kompakten Überblick
Gegenstand des Seminars

Mit dem Zweiten Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme bringt die Große Koalition weitere Inhalte des Koalitionsvertrages gesetzgeberisch auf den Weg. Noch im Juni 2019 soll der Gesetzentwurf im Kabinett verabschiedet werden, sodass mit einem baldigen Inkrafttreten gerechnet werden kann.

Der nunmehr vorliegende Gesetzesentwurf enthält ein Bündel von Maßnahmen, die von strafrechtlichen Regelungen über eine umfassende Reform des BSI-Gesetzes bis hin zu einer sprunghaften Erhöhung der Bußgelder auf das Niveau der Regelungen der DSGVO reichen. Die Befugnisse des BSI werden zum Schutz der Bundesverwaltung und auch mit Blick auf den Verbraucherschutz erweitert. Die Einrichtung eines einheitlichen IT-Sicherheitskennzeichens, erweiterte Meldepflichten für Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Pflichten zur Erstellung von Krisenreaktionsplänen sind Teile des geplanten neuen Gesetzes.

Zusätzlich wird der Anwendungsbereich des IT-Sicherheitsgesetzes erheblich erweitert. So sollen börsennotierte deutsche Aktiengesellschaften, Infrastrukturen aus den Bereichen Chemie und Automobilhersteller sowie Unternehmen aus den Sektoren Rüstung sowie Medienkultur unterliegen den neuen Anforderungen des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 unterliegen. Darüber hinaus wird die Liste der KRITIS-Sektoren auf die Abfallentsorgung ausgedehnt.

Doch das Gesetz fokussiert sich nicht nur auf die Kritischen Infrastrukturen allein , es formuliert auch einen Maßnahmenkatalog, der von Dienstleistern im KRITIS-Bereich einzuhalten ist.

Zielsetzung

Das Seminar stellt die wesentlichen Änderungen des IT-Sicherheitsgesetz vor und zeigt die konkreten Auswirkungen auf die Praxis. So erhalten Unternehmen und Behörden die Möglichkeit, sich rechtzeitig auf die neuen Anforderungen einzustellen und entsprechende Maßnahmen zu initiieren. In Anbetracht der Bußgelder bis max. 20.000.000 € oder 4 % des gesamten weltweiten Umsatzes ist auch das Risikomanagement neu zu justieren.

Zielgruppe

IT-Sicherheitsbeauftragte, Datenschutzbeauftragte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in IT- und Rechtsabteilungen, Compliance-Beauftragte, Behördenleitungen, Geschäftsleitungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rechnungshöfe sowie Abteilungen der Bundesverwaltung, die mit IT Sicherheit befasst sind.

Seminarablauf

Themenüberblick, 09:00 bis 17:00 Uhr:

  • Überblick über das neue IT-Sicherheitsgesetz
    • Ziel der gesetzlichen Regelungen
    • Aktueller Stand des Gesetzgebungsverfahrens
    • Neue Bußgeldregelungen und Haftungsfragen
  • Änderungen im Strafrecht
    • Strafbarkeit für das Betreiben illegaler Darknet-Handelplätze
    • Digitaler Hausfriedensbruch
    • Erweiterung des Hackerparagrafen
  • Neue Anforderungen für Host-Provider
    • Einrichtung einer Kontaktstelle
    • Löschpflichten bei rechtswidrigen Taten
  • Erweiterung der Befugnisse des BSI zum Schutz der Bundesverwaltung und der Gesellschaft
  • Maßnahmen zum Verbraucherschutz
  • Neues IT-Sicherheitskennzeichen
  • Erweiterung der kritischen Infrastrukturen
    • Neue Sektoren
    • Infrastrukturen von Chemie und Automobilherstellung
    • Dienstleister für börsennotierte Unternehmen
    • Unternehmen, deren IT-Sicherheit bei Störungen eine Gefährdung der Gesellschaft nach sich ziehen kann
    • Meldepflichten und deren Umsetzung
    • Mindeststandards der IT-Sicherheit
  • Vorratsdatenspeicherung und Protokollierung
  • Maßnahmen zur Detektion und Auswertung von Sicherheitslücken und Schadenprogrammen
  • „Huawei-Klausel“ - Erklärung zur Vertrauenswürdigkeit
  • Pflichten für Hersteller von Komponenten, die im KRITIS-Bereich eingesetzt werden
  • Pflicht zur Erstellung von Krisenreaktionsplänen
Referenten
Falk  Zscheile, ist Rechtsanwalt, Datenschutzbeauftragter und Partner bei Kramp, Selling & Partner Rechtsanwälte mbB in Rostock. Davor war er für IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung im Bereich IT- und Vergaberecht tätig. Als Verwaltungswissenschaftler (Mag. rer. publ.) gilt sein besonderes Interesse dem Zusammentreffen von Verwaltungsrecht und Lizenzrecht im Bereich Open Data sowie der praktischen Umsetzung. Seit 2015 ist Herr Zscheile Lehrbeauftragter der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft für Geoinformationsrecht. Daneben hält er regelmäßig Vorträge im Bereich Datenbank-, Lizenz- und Datenschutzrecht sowie zu Themen aus dem Bereich Open Government bzw. E-Government.
Termin und Ort
Ort:
Tagungshotel (wird noch bekannt gegeben)
Berlin


Zeitraum:
25.03.2020 09:00 Uhr - 25.03.2020 17:00 Uhr

Preis
490,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


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